Abschied und Neuanfang

Anmerkung: Dieser Text stammt vom 10. Juni 2013 und stellt die Bekanntgabe der Schließung des ROLLBRETT MISSION Skateshops in Emmendingen dar.

Liebe Freunde der Mission,

nach über 5 Jahren ist es nun soweit: die ROLLBRETT MISSION wird ihren Fokus auf ihre ureigensten Kompetenzen konzentrieren, die Kern- und Eigenmarke ROLLBRETT MISSION SKATEBOARDS.

Damit einhergehend ist eine Komprimierung der Vertriebsstruktur und leider die Schließung des Ladengeschäftes in Emmendingen. Heißt auf deutsch: WIR MACHEN ZU.

Noch bis 13. Juli habt Ihr die Möglichkeit, diesem weit über die Grenzen des schönen Emmendingens hinaus bekannten und beliebten Skateshop seine letzte Ehre zu erweisen.

Es gibt momentan noch eine große Auswahl an aktuellem Skatestuff, Schuhen, Shirts, Shorts, Fingerboards, Schnickschnack und so weiter. Insbesondere bei Schuhwerk und Anziehsachen befinden sich die Preise so im Sinkflug, da kann nicht mal das beliebte Internet mithalten. Wer darauf besteht, darf aber auch den normalen Preis zahlen. Kauft ruhig auf Vorrat und soviel ihr tragen könnt – es soll nichts übrig bleiben. Auch kiloweise Sticker, stapelweise Poster und Mags sowie kistenweise Promotion-Artikel von Skatefirmen finden auf Eurem persönlichen Skateboard-Altar bessere Verwendung als auf dem Emmendinger Recyclinghof.

Ebenso werden einige Exemplare aus der Sammlung des ROLLBRETT MUSEUMs an Interessenten zum Kauf angeboten. Das Museum befindet sich am anderen Ende der Cornelia-Passage und bleibt vorerst erhalten.

Zeit für einige Worte des Dankes.

Besonders leid tut es mir um die treue Skateszene aus Emmendingen und Umgebung, die der Mission stets die Treue gehalten hat. Die ganzen alten Dudes, und die vielen Kids, die in den letzten 5 Jahren angefangen haben. Ihr seid super. Kopf hoch, Leute, man kann auch ohne Shop vor Ort skaten und eine tolle Szene haben, und mit der Initiative für den Betonpark geben wir jetzt richtig Gas. Contests können wir auch weiterhin machen, vielleicht etwas kleiner und vielleicht auch erst nächstes Jahr wieder. Wie bereits erwähnt, wird es auch weiterhin die Decks geben, in kleinem Stil als Hobbyprojekt, aber bei gleicher Qualität. Ich wohne weiterhin in Emmendingen und werde selber mehr Zeit fürs Skaten haben als bisher.

Auch allen Leuten, die so oft den weiten Weg von Freiburg, Oberkirch, Herbolzheim, Müllheim, den ganzen Schwarzwald- und Kaiserstuhlkäffern usw. auf sich genommen haben, will ich meinen persönlichen Dank und Respekt aussprechen. Es zeugt von Charakter, seinen Arsch hochzukriegen.

Natürlich danke ich auch allen „Nicht-Skatern“, die sich regelmäßig bei mir eingekleidet oder mit Dosen und Stiften eingedeckt haben. Skateshops finanzieren sich letztendlich hauptsächlich von den Leuten, die gar keinen Ollie können – klingt komisch, ist aber so.

Allen Geschäftspartnern von den Companies und Vertrieben, und auch den Kollegen von den anderen Shops aus der Region, danke ich für die faire und fruchtvolle Zusammenarbeit. Ich wünsche euch alles Gute in diesen nicht nur für unsere Branche schwierigen Zeiten. Den Spagat zwischen Sich-treu-Bleiben und überlebensnotwendigem Kommerz zu schaffen, ist eine Kunst, die zur Zerreißprobe werden kann.

Und natürlich die MISSIONARE. Ali, Mühle, Simon, Yves, Glatz, Elch, Tobe, Schwörer, Marco, Jens, Frank, Munzi, Hendrik, Bo, Bäär… alles Jungs, die Skateboarding lieben und leben. Ihr habt mich mehr supportet als ich das andersrum je konnte. Ihr seid die Besten.

Stellvertretend für meine gesamte großartige Familie und die engen Freunde, die mir den Traum des eigenen Shops überhaupt erst ermöglicht und mich immer in jeder Form unterstützt haben, grüße ich an dieser Stelle meine Mama, soviel Zeit muss sein.

Wer die Mission oder mich selbst ohnehin doof fand, hat wahrscheinlich gar nicht so weit gelesen. Ich bin kein Politiker, der es allen recht machen will, indem er den Mist erzählt, den jeder hören will. Ich habe meine Meinung und ziehe mein Ding durch.

Konkrete Gründe für die Schließung lasse ich hier bewusst weg, der ein oder andere ist mir vielleicht zwischen die Zeilen entwischt. Die Zeit mit der Rollbrett Mission war unglaublich schön, aber sie geht jetzt zu Ende und das hat so seine Richtigkeit. Meine persönliche berufliche Zukunft ist ein anderes Kapitel.

MISSION ERFÜLLT.
DD

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